Wer begleitet und berät Dich?

Marion Vogelsang
Über mich – und vor allem darüber, was ich für Dich tun kann
Weil für Dich vermutlich viel interessanter ist, was ich für Dich tun kann,
als eine lückenlose, chronologische Vita, halte ich es hier bewusst klar und fokussiert.
Nach dem Abitur zog es mich zunächst in die Welt der Soziologie.
Schon während des Studiums arbeitete ich in diesem Bereich und begeisterte mich besonders für die Arbeits- und Organisationssoziologie.
Mich interessierten weniger abstrakte Theorien, sondern die Frage:
Warum handeln Menschen so, wie sie handeln – besonders unter Druck, in Rollen und in Systemen?
Einige Jahre später, inzwischen Mutter zweier wundervoller Söhne, unterrichtete ich an einer Fachschule für Altenpflege.
Diese Zeit war prägend.
Hier begegneten mir täglich Themen wie Überforderung, emotionale Belastung, Verantwortung, Grenzkonflikte und Beziehungsgestaltung.
Rückblickend wurde in dieser Phase der Grundstock für meine heutige Arbeit als Coach und psychologische Beraterin gelegt.
Ab 2015 begann ich, mich intensiv psychologisch und didaktisch fortzubilden.
2017 folgte schließlich der Schritt in die Selbstständigkeit.
Meine ersten Coachingjahre lagen bewusst im Bereich der Führungskräftecoachings –
eine logische Verbindung zu meinem Studium und meiner beruflichen Erfahrung.
Ich arbeitete mit Menschen, die Verantwortung trugen, Entscheidungen treffen mussten und dabei oft zwischen Anforderungen von außen und inneren Werten zerrieben wurden.
Heute begleite ich Menschen in Konflikt- und Veränderungssituationen.
Menschen, die feststecken, die erschöpft sind, die Klarheit suchen oder lernen möchten, wieder stimmige Entscheidungen zu treffen.
Dabei verbinde ich analytisches Denken mit Empathie, Struktur mit Menschlichkeit –
und halte auch dann den Raum, wenn es unbequem wird.
Ich glaube nicht an schnelle Lösungen.
Aber an ehrliches Hinschauen.
An Entwicklung, die trägt.
Und an Begleitung, die nicht bewertet, sondern stärkt.
Wenn Du Dir einen Raum wünschst, in dem Du mit Hirn, Herz und Humor ernst genommen wirst, bist Du bei mir richtig.
Und weshalb habe ich mich zusätzlich auf das Thema Depression spezialisiert?
Ich verrate es Dir: Ich habe mich in einen Mann verliebt… der an Depression litt. Diese Beziehung hat mir nicht nur die Krankheit selbst nähergebracht, sondern auch die Gefühle, die Angehörige von depressiv Erkrankten erleben.
Obwohl ich psychologisch geschult war, schon lange als Coach und psychologische Beraterin arbeitete und sehr viel über diese Krankheit wusste, war ich nicht darauf vorbereitet, wie tief diese Erfahrung gehen würde. Ich habe die Schwere der Depression miterlebt – den emotionalen Rückzug, die Phasen der Hoffnungslosigkeit und das ständige Ringen, einfach da zu sein.
Doch was mich besonders getroffen hat, war die Hilflosigkeit, die Angehörige verspüren. Trotz meines Wissens über die Krankheit fühlte ich mich oft ohnmächtig.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es für Erkrankte und Angehörige ist, die Depression zu verstehen. Denn nur mit einem grundlegenden Verständnis für die Krankheit können wir uns von falschen Erwartungen lösen und auf gesunde Art unterstützen. Zu wissen, dass Depressionen keine Willensschwäche sind, hilft, Schuldgefühle abzubauen – sowohl bei den Erkrankten als auch bei den Angehörigen.
Wissen gibt Kraft: Es ermöglicht, mitfühlend und gleichzeitig achtsam zu handeln, und hilft, realistische Erwartungen zu setzen.
Was mir geholfen hat und was ich heute weitergebe:
Verständnis statt Druck – zu lernen, dass es nicht meine Aufgabe war, den anderen „zu retten“, sondern da zu sein.
Achtsamkeit für sich selbst – als Angehöriger nicht die eigenen Grenzen zu übergehen und auf das eigene Bauchgefühl zu hören.
Unterstützung holen – sich mit anderen austauschen, die ähnliches durchleben, oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Wissen als Grundlage – je mehr man über die Krankheit weiß, desto besser kann man reagieren, unterstützen und für sich selbst sorgen.
Aus dieser Erfahrung ist auch mein Angebot für Erkrankte und Angehörige entstanden.
Depression betrifft nicht nur den Erkrankten, sondern auch die, die ihm nahe stehen. Gemeinsam können wir Wege finden, die Last zu teilen und wieder Licht ins Dunkel zu bringen. 💛