Schicksalsschlag Depression – Beratung in herausfordernden Zeiten
Co-Leidende – wenn Du leidest, ohne selbst krank zu sein
Du begleitest einen Menschen mit Depression – und merkst, dass Du selbst immer mehr Kraft verlierst?
Vielleicht funktionierst Du nach außen weiter. Vielleicht hältst Du alles zusammen.
Und doch spürst Du: Dein eigenes Erleben bleibt dabei auf der Strecke.
Ich begleite Angehörige depressiv erkrankter Menschen, die stark waren, lange ausgehalten haben – und nun einen Raum brauchen, in dem auch ihr eigenes Leiden gesehen wird.
Du begleitest einen Menschen mit Depression.
Vielleicht schon lange. Vielleicht still. Vielleicht erschöpfter, als Du es Dir eingestehst.
Nach außen funktionierst Du.
Nach innen trägst Du mit.
Der Begriff „Co-Leidende“ ist für mich genau hier entstanden – nicht als Theorie, sondern aus der Begleitung von Menschen wie Dir.
Dein Leid hat einen Platz
In meiner Arbeit mit Angehörigen depressiv erkrankter Menschen begegne ich immer wieder demselben Muster:
Der Fokus liegt auf der erkrankten Person. Das ist verständlich – und wichtig.
Doch dabei verschwindet oft etwas Entscheidendes: Dein eigenes Erleben.
Du hältst aus.
Du erklärst.
Du fängst auf.
Und irgendwo auf diesem Weg verlierst Du vielleicht den Kontakt zu Dir selbst.
„Mitbetroffen“ klingt zu harmlos für das, was Du leistest.
Denn was Du erlebst, ist kein Randthema – es ist Leiden aus Beziehung.
Wenn sich Depression und Substanzmissbrauch überlagern
Mir ist eine klare Einordnung wichtig:
Ich arbeite nicht explizit mit Angehörigen suchtkranker Menschen.
Gleichzeitig begegne ich Substanzmissbrauch bei depressiv erkrankten Menschen häufig als Komorbidität. Viele Angehörige bewegen sich damit in einem Spannungsfeld, das zusätzlich verunsichert und belastet.
Denn Depression und Sucht gehen nicht selten Hand in Hand.
Für Dich als Angehörige*r verschwimmen dann die Grenzen:
- Was ist Krankheit?
- Was ist Bewältigungsversuch?
- Und wo bleibe eigentlich ich?
Warum ich von Co-Leidenden spreche
Der Begriff „Co-Leidende“ ist keine Diagnose.
Er ist eine Würdigung.
Er macht sichtbar, dass Du nicht nur begleitest, sondern emotional, mental und oft auch körperlich mitträgst.
Dass Dein Schmerz real ist – auch wenn Du selbst nicht erkrankt bist.
Co-Leidende leiden nicht weniger.
Sie leiden oft leiser.
Mein Angebot für Dich
In meinem Coaching begleite ich Co-Leidende dabei,
- wieder Boden unter den eigenen Füßen zu finden
- die eigenen Grenzen wahrzunehmen und ernst zu nehmen
- Schuldgefühle und Ohnmacht einzuordnen
- Klarheit im inneren Chaos zu gewinnen
- und sich selbst nicht länger aus dem Blick zu verlieren
Dabei geht es nicht darum, den erkrankten Menschen loszulassen oder weniger zu lieben.
Sondern darum, Dich selbst wieder mitzunehmen.
Das Coaching bietet Dir einen geschützten Raum – ohne Schuldzuweisungen, ohne einfache Antworten, ohne Druck.
Mit Klarheit, Mitgefühl und Respekt für Deine Situation.
Wenn Du Dich hier wiedererkennst
Dann bist Du nicht zu sensibel.
Nicht egoistisch.
Nicht schwach.
Du bist ein Mensch, der zu lange stark war.
Wenn Du spürst, dass es Zeit ist, auch Deinem eigenen Erleben Raum zu geben, dann lade ich Dich ein, Kontakt mit mir aufzunehmen.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Eine kleine Übersicht häufiger Begleiterscheinungen
1. Emotionale Erschöpfung & Überforderung
Die dauerhafte Unterstützung eines depressiven Menschen kann enorm kräftezehrend sein. Viele Angehörige fühlen sich verantwortlich, ständig für die erkrankte Person da sein zu müssen, und setzen dabei ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Das führt langfristig zu Erschöpfung oder sogar Burnout.
2. Hilflosigkeit & Schuldgefühle
Das Umfeld will helfen, doch oft scheint nichts wirklich zu wirken. Das Gefühl der Machtlosigkeit kann sich in starken Schuldgefühlen äußern – die Angst, nicht genug zu tun oder etwas falsch zu machen, ist allgegenwärtig.
3. Angst & Sorgen um den Erkrankten
Ständige Sorgen um den depressiv erkrankten Menschen, insbesondere bei Suizidgedanken, belasten Co-Leidende psychisch stark. Diese Ängste können sich in Schlafproblemen, innerer Unruhe oder anhaltendem Stress äußern.
4. Selbstzweifel & geringe Selbstfürsorge
Viele Angehörige stellen ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund. Sie fragen sich, ob sie genug Verständnis aufbringen oder ob sie zu fordernd sind. Dadurch verlieren sie oft den Kontakt zu sich selbst und ihren eigenen Grenzen.
5. Soziale Isolation & Beziehungsprobleme
Das Leben dreht sich immer mehr um die erkrankte Person, während eigene Freundschaften und soziale Kontakte vernachlässigt werden. Dadurch können sich Angehörige zunehmend isoliert fühlen. Auch Partnerschaften oder familiäre Beziehungen leiden oft unter der ständigen Belastung.
6. Wut & Frustration
Trotz aller Bemühungen verbessert sich der Zustand des Erkrankten manchmal nicht – das kann Frust und Wut auslösen. Viele Co-Leidende kämpfen jedoch mit dem Gefühl, dass sie „keine negativen Emotionen haben dürfen“, was zu inneren Konflikten führt.
7. Depression & Ängste bei Angehörigen
Langfristige Überforderung kann selbst psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen begünstigen. Viele Co-Leidende bemerken oft erst spät, dass sie selbst Unterstützung brauchen.
👉 Deshalb ist es wichtig, dass das Umfeld nicht nur hilft, sondern auch für sich selbst sorgt.
Unterstützung durch Gespräche, Selbsthilfegruppen oder professionelles Coaching kann helfen, den eigenen Weg im Umgang mit der Erkrankung zu finden.
Wie geht es weiter?
Zu aller erst führen wir ein telefonisches Erstgespräch.
Dabei beschnuppern wir uns 20-30 Minuten. Du erzählst mir von Deiner Situation, ich erläutere Dir meine Lösungsmöglichkeiten… danach kannst Du in Ruhe darüber nachdenken, ob ich der richtige Mensch bin, um Dich zu unterstützen.
Du musst Dich nicht sofort entscheiden, Knebelverträge gibt es bei mir so oder so nicht! Wir vereinbaren jede Stunde einzeln, so wie es für Dich passt.
Für eine Angehörigen-Einzelsitzung erlaube ich mir €80 in Rechnung zu stellen
Coachings/Beratungen sind weder rechtlich noch in ihrer Durchführung Therapien, auch wenn durchaus therapeutische Methoden zum Einsatz kommen können. Sie werden daher nicht von Krankenkassen übernommen, sondern richten sich ausschließlich an Selbstzahler.